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Alsterdampfer in Hamburg
ATG Hamburg
ATG Alster-Touristik GmbH
Generali Versicherungen
 
 

Die Geschichte der Alsterschiffe

Eine kleine Chronik
… über 140 Jahre Alsterschiffahrt.
  Alsterschüte
  Die Alsterschifffahrt gehört zu Hamburg wie der Michel und der Hafen. Und ihre Tradition, begründet sich noch aus Zeiten, als Lastkähne die ersten Passagiere gelegentlich beförderten. Schon vor Jahrhunderten genossen die Hanseaten auf "Alsterschüten" Lustfahrten mit angenehmster Musik auf der Alster. So pries der Dichter Friedrich von Hagedorn (1708-1780) den großen See mitten in der Stadt, der selbst unterkühlte Hanseaten ins Schwärmen bringt: "Die Alster lehrt gesellig seyn!"

Mit der Besiedlung rund um die Alster (um 1800), entstand ein Ruderbootverkehr, der den aus Bremen stammenden auf der Uhlenhorst ansässigen Assekuranzmakler Gustav Adolph Droege auf die Idee brachte, sich 1854 beim Senat nach langen Diskussionen und Prüfungen eine Schiffslinie konzessieren zu lassen. Sein Schiff, ein Rheindampfer, schlug leck und sank aber 1857 auf der Überfahrt vom Rhein in die Elbe.

Der Schiffsmakler Johan Peter Parrau hatte mehr Erfolg. Er startete einen neuen Versuch und ließ auf der "Reiherstieg Schiffswerft und Kesselschmiede" ein kleines Alster-Dampfboot bauen. So nahm sein in Hamburg gebautes Schiff "Alina", am 15 Juni 1859 den ersten Linienbetrieb über die Alster bis zum Mühlenkamp und nach Winterhude auf.
Neue Fährverbindungen entstanden zwischen dem Uhlenhorster Fährhaus und dem Fährdamm Harvestehude.

Für Kaiser Wilhelm II wurde sogar ein Prunkboot gebaut, das Lohengrins Schwan nachempfunden war, mit dem er am 29.Oktober 1888 über die Alster schipperte.
  Kaiser Wilhelm
  Bereits 1890 pendelten Alsterdampfer im Linienverkehr vom Jungfernstieg durch den Eilbekkanal, über die Richardstraße bis zur Von-Essen-Straße und zurück. 30 Dampfer schipperten um die Jahrhundertwende über die Alster.

Bis 1911 stiegen die Fahrgastzahlen auf knapp 11 Milionen. Damit hatte die Alsterschifahrt ihre Blütezeit erreicht. Das Aussehen der Dampfer änderte sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, es entstand der "Glattdecker-Typ" mit durchlaufenden Hecks.

Diese Blütezeit wurde durch den Ersten Weltkrieg 1917 wegen Kohlenmangels beendet und später aufgrund der Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs wie U- und Straßenbahnen, die zudem noch geringere Fahrtzeiten vorzuweisen hatten, nie wieder erreicht.

Nach Kriegsende ging die Alsterschiffahrt in den Besitz der Hamburger Hochbahn AG über.
Im Februar 1935 wurde das erste von 10 neuen Motorschiffen mit großen Aufmärschen und Festreden getauft, doch gleich zu Beginn des zweiten Weltkrieges wurde die Alsterschiffahrt am 28. August 1939 mit Ausnahme der Fähre zwischen Harvestehude und Uhlenhorst eingestellt.

"Die Alsterschiffe sind ein Symbol des Friedens", erklärte Hamburgs 1. Bürgermeister Max Brauer. Auf seine Anordnung nahm die Alsterschiffahrt am 25. November 1946 wieder ihren Linienetrieb auf. Rund 3,4 Millionen Fahrgäste nutzten in den 50er Jahren dieses Angebot, auch die Alsterrund- und Lampionfahrten bei Nacht erfreuten sich großer Beliebtheit, da neue moderne Schiffe, die "Eilenau" und die "Seebek" eingesetzt wurden. Doch die Zeit als Verkehrsmittel war abgelaufen.
  Alster in den 50er Jahren
  Als die Linienschiffahrt in den 70er Jahren ein steigendes Defizit verzeichnete, setzte die Hochbahn verstärkt auf Touristikfahrten. Mit der Gründung der ATG Alster- Touristik GmbH am 27. April 1977 wurde das Programm auf touristisch interessante Fahrten ausgerichtet.
Kanal- und Fleet-Fahrten, Dämmertörns, Vierlande-Fahrten und auch die Schiffscharter gewannen an Bedeutung. Die Linien selbst fuhren 1983 mit nur noch 690.000 Fahrgästen ein Defizit von 1,3 Millionen Mark ein. Am 7. Februar 1984 beschloss der Hamburger Senat deshalb, die Linienschiffahrt einzustellen. Die gleiche Tour wird seither als Alster-Kreuz-Fahrt angeboten: 9 Anleger werden stündlich angefahren.

1984 startete die Förderung durch die Volksfürsorge Versicherungsgruppe, jetzt durch die Generali Versicherungen. Damit bleibt die Alsterschiffahrt, insbesondere die Alster-Kreuz-Fahrt der Stadt Hamburg und ihren Gästen erhalten.
Mit dieser beispielhaften Förderung begann auch eine neue Epoche:
 
 
  Die Goldbek wurde 1987 zum exklusiven Salon-Schiff umgebaut und Neubauten eines neuen Schiffstyps folgten:
Schleusenwärter (1990), Quarteerslüüd (1994), Alsterschipper (1998).
Außerdem wurde 1995 erstmalig ein Cabrio gebaut, 1996 folgte ein zweites.

Im Jahr 2000 wurde der damals weltgrößte Solarkatamaran "Alstersonne" in Fahrt gesetzt. Das Schiff zeichnet sich durch sein gediegenes Design und die Tatsache aus, dass ausschließlich Strom für alle Verbraucher verwendet wird.

2002 feierte die ATG Alster-Touristik GmbH mit einer großen Ausstellung zur Geschichte der Alsterschiffahrt, einem Feuerwerk auf der Binnenalster und der Herausgabe des Buches "Geschichte der Alsterschiffahrt" ihr 25 jähriges Jubiläum.

2003 folgte mit dem "Fleetenkieker" ein weiterer Neubau des flachen Typs.

2004 startete das Jubiläumsjahr der 20jährigen Förderung der Alster-Touristik durch die Volksfürsorge Versicherungsgruppe mit einer großen Auslaufparade. Anlässlich des Jubiläums hat die Volksfürsorge ihr Engagement bis einschließlich 2007 verlängert.
Noch im Sommer 2004 wurde die Restaurierung der denkmalgeschützten "Aue" abgeschlossen und das Schiff wieder in Fahrt gesetzt.

Mit Unterstützung der Volksfürsorge ist es der ALSTER-TOURISTIK gelungen, dieses Wahrzeichen Hamburgs als festen Bestandteil des Stadtbildes zu sichern.

Seit 2005 fährt der Alsterdampfer "Osterbek" als Hamburgischer Botschafter auf dem Mittellandkanal vor der Autostadt Wolfsburg. Die Besatzung stellt die ATG, die weiterhin Eigentümer ist.

Die im Herbst 2004 begonnene Neugestaltung des Anlegers Jungfernstieg ist Anfang 2006 fast abgeschlossen. Die ATG ist in ihr neues Betriebsgebäude "Bastion" eingezogen.
Die Informationsstelen wurden installiert und die während der Bauphase angemieteten Pontons für Liegeplätze zurückgegeben.
Vom 19. bis 21. Mai 2006 wird der neugestaltete Jungfernstieg mit einem großen Fest eingeweiht. Ausserdem erwartet die ATG zum Saisonbeginn 2006 die Ablieferung eines weiteren neuen Schiffes.

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